Sonntag, 8. November 2009

Was ist los, Amazon?


Kann sich jemand an den Werbespot für diese Versicherung erinnern, in dem die Frau auf dem Wochenmarkt am Obstverkäufer verzweifelt, der wie ein Sprachcomputer redet und immer alles missversteht? Genau so geht es mir im Moment mit den Leuten, die angeblich den modernen E-Commerce erfunden haben: Amazon.

Worum geht es? Ich kaufe ganz gern bei Amazon meine Musik, und zwar als MP3-Download. An sich eine Super-Geschichte: Gewünschtes Album aussuchen, auf 1-Klick-Kaufen klicken, bestätigen, und schon wird die Musik auf meinen Computer runtergeladen. Prima-Qualität, gute Preise, toll. Dazu hat Amazon von mir eine Rechnungsanschrift (zuhause), eine Lieferanschrift (im Büro), eine Kreditkartennummer und sogar meine Bankverbindung. Zudem bin ich seit Jahren Amazon-Kunde. Seit einiger Zeit funktioniert das aber nicht mehr. Amazon behauptet, es gäbe ein Problem mit meiner Liefer-Anschrift. Und welches Problem soll das bitteschön sein? Ich wohne hier seit über zehn Jahren, und wenn ich MP3s kaufe, muss überhaupt nichts geliefert werden, ich lade es mir dann doch einfach auf meinen Computer runter. Als das das erste Mal passiert ist, habe ich noch versucht, zu Amazon Kontakt aufzunehmen und um Hilfe zu bitten. Alles was ich bekam, war ein völlig kryptisches Formular, welches völlig an meinem Problem vorbei ging. Hallo, Amazon, vielleicht liest das hier mal jemand? Ich möchte gern bei Euch ganz viel Geld für Musik ausgeben, also bitte lasst mich das doch tun! Und wenn jemand von Euch die definitive E-Mail-Adresse hat, unter der man bei Amazon einen Menschen erreicht, mit dem man normal kommunizieren kann, dann wäre ich für einen dezenten Hinweis dankbar.
UPDATE: Einen Tag später kam vom Amazon Customer Service eine Mail, in der von einem technischen problem die Rede war, an dessen Lösung man mit Hochdruck arbeite. Einen Tag später ging wieder alles wie gewohnt.

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