Freitag, 20. November 2015

Onliner helfen Flüchtlingen

Wie viele Menschen sind wir bestürzt über das Elend der Flüchtlinge, die in Europa Schutz und Hilfe suchen. Besonders die Kinder tun uns leid.

Also haben wir Anfang November beschlossen, etwas Geld zu sammeln, davon Kleidung und warme Decken zu kaufen und sie dort hinzubringen, wo diese Dinge gebraucht werden. Bärbel und ich arbeiten beide in der Online-Branche, also haben wir ein paar Freunde aus diesem Umfeld gefragt, ob sie sich an der Aktion beteiligen wollen. Die Resonanz war überwältigend: Innerhalb einer Woche kamen 860 Euro zusammen. 
Von dem Geld sind wir einkaufen gegangen: 15 Fleece-Decken, 35 gefütterte Jacken für Kinder, ein Dutzend Paar Kinder-Winterstiefel, ein Dutzend Kinder-Wollmützen und über 60 Unterhosen für Kinder. Auch Schuhe für Erwachsene, so erfuhren wir von verschiedenen Hilfsorganisationen, werden händeringend gesucht, deshalb haben wir noch neun Paar Winterschuhe für Erwachsene gekauft.
Heute haben wir unsere erste Wagenladung bei der Diakonie in München abgeliefert. Die Sachen werden jetzt unverzüglich in die Bayerwald-Kaserne gebracht, wo sie an bedürftige Flüchtlinge verteilt werden. Natürlich retten 35 Jacken und ein Dutzend Paar Stiefel nicht die Welt. Aber wenn sie ein paar Flüchtlingskindern helfen, besser durch den Winter zu kommen, dann hat sich der Einsatz bereits gelohnt.
 Zunächst hatten wir geplant, die Sachen direkt an die deutsch-österreichische Grenze zu bringen. Doch das erwies sich schwieriger als gedacht, denn direkt an die Auffanglager kommt man als „Normalbürger“ gar nicht heran.  Derzeit seien die Kleiderkammern an den Aufnahmestellen in Passau und Freilassing gut gefüllt, sagte man uns. Zudem wechsle der Bedarf ständig. In München wurden im September noch mehrere tausend Flüchtlinge täglich aufgenommen, dann kamen eine ganze Weile keine Flüchtlinge mehr. Jetzt erwartet München die nächsten Kontingente – und freut sich über Spenden aller Art. Wir sind aber auch mit dem Roten Kreuz in Passau im Kontakt, man will sich bei uns melden, wenn sich die Situation ändert.
Diese Aktion wäre nicht möglich gewesen ohne die hervorragende Unterstützung von Barbara und Matthias Berger,  Timo von Focht,Tanja Koschade, Helmut van Rinsum, der PR-Agentur Cocodibu und einigen anderen Spendern, die uns gebeten haben, sie nicht zu nennen. Vom gesammelten Geld sind im Moment noch 140 Euro übrig, außerdem wurden uns noch weitere Spenden angekündigt. Sobald wieder genügend zusammengekommen ist, wollen wir wieder einkaufen – und ein paar Flüchtlingen das Leben etwas leichter machen.


    

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