Montag, 3. August 2009

Noch'n Blog?


Posterous.com gehört zu den neuen Web2.0-Anwendungen, bei denen man erst einmal ein Weilchen braucht, um zu begreifen, wofür das eigentlich gut sein soll. Also, fangen wir mal an: Posterous.com ist - wie Blogger.com, auf dem das Zonenblog basiert - eine Weblog-Software, die jedem Surfer ermöglicht, seine Texte, Bilder, Videos und Musikstücke ins Netz zu stellen, und zwar kostenlos. Und wenn Blooger.com schon einfach in der Bedienung ist - sogar ich habe es begriffen -, ist Posterous.com richtig einfach. Alles, was man braucht, ist eine E-Mail-Adresse von der aus man Mails verschicken kann.

Dann geht's los: Einfach eine E-Mail an post@posterous.com schicken, und schon wird ein neues Blog ezeugt, in dem der Text als Beitrag erscheint, komplett mit Kommentarfunktion, Abrufzähler und Buttons für die Übernahme in Facebook & Co. Doch Posterous kann mehr: Angehängte Bilder werden in einem Bildbetrachter angeordnet, mitgeschickte Videos automatisch in einen passenden Videoplayer eingefügt, für Word-Dokumente gibt es ein Leseprogramm. Hat man die Mail losgeschickt, kommt nach wenigen Sekunden die Antwort von Posterous: Eine E-Mail zeigt einen Link auf das neue Blog, man kann gepostete Beiräge editieren und löschen.

Bis hierhin noch alles klar? Dann weiter.

Wer sein Blog noch etwas besser machen will, der kann sich bei Posterous anmelden, seinem Blog einen gewünschten Titel und eine Unterzeile mit auf den Weg geben, ein eigenes Profil mit Bild anlegen etc. p.p. Das ist extrem einfach und fordert keinerlei HTML-Kenntnisse - die einzige Hürde könnte für manche Leute allenfalls sein, dass Posterous komplett auf englisch daherkommt.

Wer die Nachrichten auf Posterous schreiben und lesen darf, bestimmt derjenige, der sich einen Account zulegt. Er kann mehrere E-Mail-Adressen eintagen, so dass von all diesen Adressen Posterous-Posts geschickt weden. Und er kann das Blog durch ein Passwort schützen.

Oder er kann den Internet-Lautspecher einschalten.

Als echte Web2.0-Applikation ist Posterous natürlich bestens vernetzt mit allen möglichen anderen hippen Web2.0-Applikationen: Egal ob Facebook, ob Twitter, Digg oder Flickr, wenn man die entsprechenden Optionen wählt, dann wird jede Mail, die bei Posterous eingeht, gleich an die entsprechenden Plattformen weitergeleitet -etwa als kurze Schlgzeile mit Link auf Twitter und auf der Facebook-Pinnwand, die Bilder landen bei Flickr, die gesamte Mail hübsch aufbereitet im eigenen Blog. Mit einer einzigen E-Mail, etwa geschickt von einem Fotohandy aus, lässt sich also auf einen Schlag eine ganze Menge Alarm machen. Ich weiß noch nicht, ob ich das gut finde - zumindest nicht immer.

Und das Geschäftsmodell von Posterous? Im Moment gibt es noch keins. Irgendwann wollen die Posterous-Gründer kostenpflichtige Premium Services anbieten. Mal sehen, ob das reicht.

Übrigens:Meinen Posterous-Blog findet man hier.

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