Donnerstag, 2. April 2009

Miserable Failure

Die Bastelstunde ist beendet - mit zweifelhaftem Erfolg. Nachdem ich neulich das erste Mal eine Digitalkamera an mein Motorrad geschraubt und ein kleines Road Movie gedreht hatte, wollte ich die Kamera besser schützen und etwas gegen die Vibrationen tun. Also habe ich mir ein Gehäuse gebastelt und mit einer coolen Stahl-Gummi-Konstruktion ans Mopped geschraubt.
Heute habe ich die ganze Geschichte das erste mal ausprobiert. Leider werden die Vibrationen immer noch massiv, sobald ich höher als 2.500/min drehe - und das ist bei einem Motorrad fast noch Standgas. Aber seht selbst:





Auch ein Test mit der Kamera auf dem Lenker brachte - außer einer etwas anderen Perspektive - keine durchschlagende Verbesserung. Nur der Sound hört sich jetzt überaus merkwürdig an, so röhrt meine TDM auf gar keinen Fall:





Was die Vibrationen angeht, bin ich mit meinem Latein erst einmal am Ende. Advice welcome!

Kommentare:

  1. Hallo Frank,
    mit Spock sage ich "faszinierend!".

    Gegen die Schwingungen fallen mir folgende Punkte ein:
    1. Die Masse der Kamera erhöhen. Z.B. durch zusätzliche Eisen- oder Bleiplatte. Das senkt die Resonanzfrequenz.
    2. Das Video softwaretechnisch nachbearbeiten. Die Vibrationen müssten sich ja einigermaßen herausrechnen lassen. Vermutlich aufwendiger als 1.
    3. Die Hauptvibrationen scheinen nach Deinen Aufnahmen vertikal zu verlaufen. In vertikaler Richtung müsste also weicher abgefedert werden, um die Schwingungsübertragung zu reduzieren.
    4. Da Du als Fahrer ja ziemlich gedämpft bist, solltest Du Dir die Kamera vielleicht vor die Brust hängen. Vielleicht auch als Web Cam am Helm?

    Gruß und happy experimenting!

    Axel

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  2. Hallo Axel,

    vielen Dank für Deine Tipps. Das mit dem Rausrechnen halte ich für ziemlich ausgeschlossen, und das mit der Helmkamera würde natürlich zusätzliche Investitionen erfordern, außerdem würde die Kamera dann immer dahin filmen, wo ich hingucke, so könnte man zum Beispiel die Schräglagen nicht mehr richtig sehen. Das Thema Resonanzfrequenz werde ich demnächst mal vertiefen. Mal sehen, vielleicht bringt es ja was.

    Ansonsten bin ich ab morgen mit ganz anderen Schraubereien beschäftigt: Meine Yamaha braucht eine neue Kette, und dazu muss man sie halb zerlegen. Das werde ich (unter fachkundiger Anleitung) mal versuchen.

    Schönen Gruß

    Frank

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  3. Ich würde die Kiste voll mit Öl machen, die Kamera wasserdicht einpacken und in das Ölbad setzen. So hab ich das damals mit meinem PC auch gemacht :)

    Aber ehrlich: Die Idee mit der Kamera finde ich faszinierend! Ich warte auf das nächtliche WDR-Programm: Die schönsten Motorradstrecken Deutschlands - Zweirad Romantik! :)

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