Samstag, 28. März 2009

Mein erstes Roadmovie

Erster Versuch: Heute habe ich eine Halterung für eine Digitalkamera an mein Motorrad geschraubt, und zwar rechts neben den Kühler - dort war noch Platz für eine Verschraubung. Dann meine Canon Powershot A590 IS draufgeschraubt und losgefahren, einmal um den Block. So also sieht Motorradfahren aus - zumindest aus der Perspektive meiner rechten Kniescheibe.



Dramatisch, nicht? Dabei bin ich bei der Testrunde kaum einmal schneller als 30 km/h gefahren. Bevor ich größere Roadmovie-Projekte angehe, müssen allerdings noch einige Feinheiten gelöst werden. Die Kamera braucht einen Schutz gegen Regen, Rollsplitt und Insekten mit Todessehnsucht. Außerdem muss ich sie wohl etwas gegen Vibrationen schützen, denn die schaden nicht nur der Bildqualität, sondern sicherlich irgendwann auch mal der Kamera.

Montag, 23. März 2009

Unter Druck unterwegs

Zu den Fragen, die unter mobilen Menschen als ungeklärt gelten, gehört jene: Wo bekomme ich in der Wildnis, fenab jeder Segafredo-Kaffeebar, einen korrekt mit Hochdruck zubereiteten Espresso her? Dieses Problem darf ab sofort als gelöst betrachtet werden:



Mit bis zu 16 Bar Druck soll das hier gezeigte Modell das heiße Wasser durch den Kaffee pressen, und zwar ganz ohne Strom, Batterien und Gaskocher. Das heiße Wasser kommt aus einer Thermoskanne. Wer jetzt gleich ganz beglückt seine Blechdose mit dem guten Illi Caffé in die Packtasche vom Moped steckt, sollte vielleicht doch noch mal umpacken: Denn die Handpresso Wild (kostet bei Amazon 99 Euro) benötigt Kaffeepads, wie man sie von Maschinen wie der Philips Senseo kennt.

Wer schon mal einen Kaffee aus einer solchen Senseo-Maschine getrunken hat, der weiß leider auch eins: In der Segafredo-Bar schmeckt er besser.

Donnerstag, 19. März 2009

Ende einer E-Mail-Adresse

Kempers gibt es eine ganze Menge - allein im Telefonbuch von Hannover gab es 40 Einträge, als ich das letzte Mal nachgezählt habe. Als Kemper eine vernünftige Domain auf den eigenen Namen registrieren - vergiss es. Als ich mir vor acht Jahren meine Kemperzone registrierte, war das ebenfalls schon so: Kemper.de gehört zu einer Firma für Ablufttechnik, Kemper.com ist eine Versicherung, Kemper.net eine Investmentbank und Kemper.org eine Militärakademie(!).
Wie kommt man also an die Traum-E-Mail-Adresse frank@kemper.de? Ganz einfach: Indem man eine E-Mail an webmaster@kemper.de schreibt und anfragt, ob die Firma Kemper nicht einfach eine Mail-Weiterleitung von frank@kemper.de einrichten könnte. Die Antwort kam nach einer Viertelstunde: Ja, man kann und ist erfreut, mir einen Gefallen tun können. Toll! Hätte ich damals eine Schweißplatz-Abzugshaube gebraucht, ich hätte sie sofort bei Kemper gekauft.
Seit kurzem funktioniert frank@kemper.de nicht mehr, und heute hat mir der freundliche Webmaster, der damals so nett war, die Weiterleitung einzurichten, auch erklärt warum: Kemper setzt jetzt einen neuen Spamfilter ein, der bei Adressen überprüft, ob entsprechende Mailboxen im Unternehmen vorhanden sind.
Schade, frank@kemper.de war schon sehr cool - und so leicht zu merken.

Mittwoch, 18. März 2009

Die Augen gerade-aus!

Heute auf Spiegel Online gelesen: Immer mehr junge Männer werden von der Bundeswehr als untauglich ausgemustert. Bei denen, die verweigert haben, ist der Anteil der Ausgemusterterten allerdings deutlich geringer als bei denen, die keine Gewissensgründe gegen den Dienst an der Waffe vorgebracht haben, sagt die Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen (KDV). Sie rät jungen Männern dazu, auf Zeit zu spielen und erst dann zu verweigern, wenn der Einberufungsbefehl im Briefkasten liegt. So würde die Chance steigen, überhaupt keinen Dienst leisten zu müssen.

Ein guter Rat.


Als ich 1982 zur Bundeswehr eingezogen wurde, war Leonid Breschnjew noch KPdSU-Vorsitzender, der Kalte Krieg auf seinem Höhepunkt. Die Bundeswehr zog jeden ein, der einen regelmäßigen Puls hatte. Meine Größe von 2,04 Meter (offiziell auf dem Kreiswehrersatzamt gemessen) machte mich borduntauglich, ich durfte weder in einem Flugzeug, noch auf einem Schiff, noch in einem Panzer Dienst tun. Dennoch wurde ich eingezogen - und kam zum Nachschub. Dort lernte ich, dass insgesamt 65 Formulare beschrieben werden mussten, um einen Bleistift für die Kompanieschreibstube zu beschaffen, und ich lernte auch, was die persönliche Ausrüstung eines Soldaten beim Heer kostet: 2.600 Mark (ohne Waffe). Der Inhalt meines Spindes dürfte locker das Doppelte gekostet haben, denn ich bekam unter anderem maßgefertigte Uniformhemden (die ich - obwohl sie für mich persönlich angefertigt und entsprchenden gekennzeichnet wurden - nach meinem Dienst nicht übernehmen durfte). Ich hatte während meines Wehrdienstes zwei schwere Unfälle, von denen einer direkt durch meinen Dienst verursacht wurde: Ich brach mir beim Überwinden eines Hindernispfades drei Knochen im Fuß. Inkompetenz und Schikane seitens meiner Vorgesetzten verschlimmerte die Sache, der Bruch blieb eine Woche lang unbehandelt. Insgesamt brach ich mir während meiner 15 Monate beim "Bund" fünf Knochen und zwei Rückenwirbel. Geblieben sind mir ein Lkw-Führerschein und eine Wetterfühligkeit im linken Handgelenk - und die bittere Erfahrung, dass jeder Mensch töten kann, wenn man ihm eine Waffe in die Hand drückt und ihn nur genügend unter Druck setzt.


Warum habe ich nicht verweigert? Ich hatte Schiss. Schiss, bei der Verhandlung vor dem Verweigerungsausschuss zu scheitern (was damals an der Tagesordnung war). Schiss, daraufhin beim "Bund" noch härter schikaniert zu werden als sonst. Zurückblickend muss ich sagen: Ich hätte verweigern sollen.


Die Bundeswehr - eine Erfahrung, die man sich wirklich nicht geben muss.

Montag, 16. März 2009

Einmal Big Brother sein

Die Zahl des Tages lautet: 9. So viele Besucher hatte dieser Blog seit gestern - dem Tag, an dem ich diese Seite bei Google Analytics angemeldet habe. Jetzt weiß ich, wer mich so liest: 100 Prozent aller Besucher verwenden Microsoft Windows, die Hälfte benutzt den Firefox als Browser, alle haben Javascript aktiviert und einen Flashplayer.

Untersuchungen zufolge betreibt rund die Hälfte aller Website-Betreiber keine Web-Analyse - und viele Webshop-Anbieter benutzen zwar ein Analyse-Tool, schauen aber nicht in die Berichte. Das kann ich allerdings nicht verstehen. Ich finde es total spannend, zu sehen, welche Inhalte am häufigsten aufgerufen wurden (in meinem Fall nicht weiter verwunderlich: Die Starsteite ist der am häufigsten gelesene Content), woher die Leute kamen (die Hälfte direkt, die Hälfte weitergeleitet) und wie lange sie blieben.


Natürlich, datenschutzrechtlich ist Google Analytics nicht ganz ohne - einen entsprechenden Hinweistext findet Ihr unten auf dieser Seite. Allerdings nutze ich die für Google wichtigsten Funktionen von Analytics gar nicht. Dieser Blog bleibt werbefrei, man kann hier auch nichts kaufen, deshalb betreibe ich auch keine Conversion von Besuchern zu Kunden - ein Thema, an dem Google besonderes Interesse hat.


Und: Sicherlich darf man nicht alles blind glauben, was einem Google Analytics so erzählt. So hat angeblich ein Besucher Safari als Browser eingesetzt - aber niemand das dazugehörige Mac-Betriebssystem. Und dass niemand mit einem Mobilbrowser mit schmächtigen 320x240 Pixeln Auflösung auf der Seite gewesen sein soll, möchte ich bezweifeln. Schließlich habe ich selbst das gestern ein paarmal mit meinem Smartphone ausprobiert.


Naja, 9 Besucher sind nicht die Welt - ich werde weiter dran bleiben.

Sonntag, 15. März 2009

"You need a Tray!"

Sehr lustig, gerade auf Harald R. Fortmanns Blog gefunden:





Have Fun!

Neues vom Küchenchef

Noch sechs Tage, dann startet der neue Jahrgang der Studenten im Studiengang Online-Marketing (BVDW). Mit dabei: Bärbel Edel. Ihre Eindrücke und Erfahrungen hält Bärbel in ihrem Blog Marketing-Kitchen fest. Soeben hat sie den Blog ins Netz gestellt und die Domain konnektiert. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich als erster auf den Blog verweisen darf - und ich wünsche Bärbel bei ihrer Ausbildung alles erdenklich Gute. PS: Sieht cool aus, dein Blog!