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Freitag, 20. November 2015

Onliner helfen Flüchtlingen

Wie viele Menschen sind wir bestürzt über das Elend der Flüchtlinge, die in Europa Schutz und Hilfe suchen. Besonders die Kinder tun uns leid.

Also haben wir Anfang November beschlossen, etwas Geld zu sammeln, davon Kleidung und warme Decken zu kaufen und sie dort hinzubringen, wo diese Dinge gebraucht werden. Bärbel und ich arbeiten beide in der Online-Branche, also haben wir ein paar Freunde aus diesem Umfeld gefragt, ob sie sich an der Aktion beteiligen wollen. Die Resonanz war überwältigend: Innerhalb einer Woche kamen 860 Euro zusammen. 
Von dem Geld sind wir einkaufen gegangen: 15 Fleece-Decken, 35 gefütterte Jacken für Kinder, ein Dutzend Paar Kinder-Winterstiefel, ein Dutzend Kinder-Wollmützen und über 60 Unterhosen für Kinder. Auch Schuhe für Erwachsene, so erfuhren wir von verschiedenen Hilfsorganisationen, werden händeringend gesucht, deshalb haben wir noch neun Paar Winterschuhe für Erwachsene gekauft.
Heute haben wir unsere erste Wagenladung bei der Diakonie in München abgeliefert. Die Sachen werden jetzt unverzüglich in die Bayerwald-Kaserne gebracht, wo sie an bedürftige Flüchtlinge verteilt werden. Natürlich retten 35 Jacken und ein Dutzend Paar Stiefel nicht die Welt. Aber wenn sie ein paar Flüchtlingskindern helfen, besser durch den Winter zu kommen, dann hat sich der Einsatz bereits gelohnt.
 Zunächst hatten wir geplant, die Sachen direkt an die deutsch-österreichische Grenze zu bringen. Doch das erwies sich schwieriger als gedacht, denn direkt an die Auffanglager kommt man als „Normalbürger“ gar nicht heran.  Derzeit seien die Kleiderkammern an den Aufnahmestellen in Passau und Freilassing gut gefüllt, sagte man uns. Zudem wechsle der Bedarf ständig. In München wurden im September noch mehrere tausend Flüchtlinge täglich aufgenommen, dann kamen eine ganze Weile keine Flüchtlinge mehr. Jetzt erwartet München die nächsten Kontingente – und freut sich über Spenden aller Art. Wir sind aber auch mit dem Roten Kreuz in Passau im Kontakt, man will sich bei uns melden, wenn sich die Situation ändert.
Diese Aktion wäre nicht möglich gewesen ohne die hervorragende Unterstützung von Barbara und Matthias Berger,  Timo von Focht,Tanja Koschade, Helmut van Rinsum, der PR-Agentur Cocodibu und einigen anderen Spendern, die uns gebeten haben, sie nicht zu nennen. Vom gesammelten Geld sind im Moment noch 140 Euro übrig, außerdem wurden uns noch weitere Spenden angekündigt. Sobald wieder genügend zusammengekommen ist, wollen wir wieder einkaufen – und ein paar Flüchtlingen das Leben etwas leichter machen.


    

Donnerstag, 27. Februar 2014

Warum Wulff der falsche Mann am falschen Ort war

Christian Wulff ist vom Landgericht Hannover vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen worden. Gut so. Wenn Politiker oder andere gesellschaftliche Gruppen in der Vergangenheit den jeweils amtierenden Bundespräsidenten scharf - und mitunter polemisch - kritisiert haben, dann wurde dies häufig mit dem Vorwurf bemängelt, eine übermäßige Kritik des Bundespräsidenten beschädige das Amt. Das ist natürlich Unsinn: Wir leben in einer freiheitlich-demokratischen Rechtsordung, in der Meinungsfreiheit herrscht und in der man den Bundespräsidenten genauso kritisieren kann wie den Papst oder Michael Schumacher.

Dennoch bin ich froh, dass das unwürdige Schauspiel vor dem Landgericht Hannover jetzt vorbei ist. Es ist berechtigt und für den Rechtsfrieden notwendig, dass sich ein Staatsoberhaupt auch vor Gericht verantworten muss, wenn es im Verdacht steht, Recht gebrochen zu haben. Aber dann muss ein solches Verfahren auch zügig durchgezogen werden. Wulff selbst hätte das Verfahren abkürzen können, wenn er einen Strafbefehl akzeptiert hätte. Dass er das nicht wollte, kann ich verstehen. Dass die Staatsanwaltschaft nicht aufstecken wollte, als sie sah, wohin das Ganze führt, dafür fehlt mir das Verständnis.

Was dieses lange Gerichtsverfahren in Vergessenheit zu geraten droht, ist jedoch der eigentliche Skandal. Wulff war für den Posten des Bundespräsidenten nie geeignet. Er war zu jung, er war zu hungrig und politisch nicht überparteilich genug. Das wusste jeder, weshalb die Wahl Wulffs dann auch zur Zitterpartie geriet. Es war Angela Merkel, die Wulff unbedingt im Schloss Bellevue haben wollte - vermutlich um der SPD nicht den Triumph zu gönnen, ihren, den besseren Kandidaten, ins Amt zu bringen - und um einen weiteren innerparteilichen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Das war ein großer politischer Fehler, der der Bundeskanzerin merkwürdigerweise nie zum Schaden gereichte.

Wulff will jetzt angeblich wieder als Anwalt arbeiten. Das ist gut so, denn einen Ruf hat er dort nicht mehr zu verlieren.  

Freitag, 23. August 2013

"Except in Nebraska"

Steve Ballmer war 13 Jahre lang (ja, so lange) der Boss von Microsoft. Jetzt hat der 57-Jährige seinen Rückzug innerhalb der nächsten 12 Monate angekündigt. Dieses Video belegt, welche unglaubliche Vertriebs-Power Microsoft mit Ballmers Abgang verloren geht.



Übrigens: Wenn ihr wissen wollt, warum der gute Mann am Ende sagt "Except in Nebraska", dann müsst ihr hier klicken: Klick

Mittwoch, 7. August 2013

Gejammer ohne Folgen


Was denkt man sich bei der NSA eigentlich dabei, das Internet einfach so total zu überwachen? Vermutlich nichts, denn schließlich ist das Internet Eigentum der USA. Es wurde von der US-­Armee – damals noch als Arpanet – initiiert. Der Sitz der Internet-Verwaltungsorganisation ICANN ist in Los Angeles, die ICANN selbst unterliegt kalifornischem Recht und operiert auf Basis eines Vertrags mit dem US-Wirtschaftsministerium.  Die größten Internet-Unternehmen der Welt sitzen in den USA: Google, Amazon, eBay und Facebook haben global wenig Konkurrenz zu fürchten. Das mobile Web ist fest im Griff der US-Konzerne: Fast 100 Prozent aller aktuellen Smartphones laufen mit Betriebssystemen aus Amerika. Natürlich können wir in unseren Facebook Timelines von Angela Merkel fordern, dass sie die NSA in ihre Schranken weist und auf die Einhaltung deutschen Rechts pocht. Allein: Es wird nichts nützen. Wir haben uns viel zu bereitwillig in die Abhängigkeit von einer Technologie begeben, die in beispiellosem Umfang von den USA dominiert wird.
Welche Alternativen gibt es? Bei Licht betrachtet wenige. Es wäre theoretisch denkbar, dass wir ein europäisches Internet-Pendant aufbauen. Doch könnte das genauso attraktiv für die Nutzer und unbürokratisch für die Anbieter ausfallen, wenn es von einer EU-Arbeitsgruppe erdacht würde? Wir könnten darauf verzichten, Angebote von US-Diensten zu nutzen – also ­Ixquick statt Google, Otto statt Amazon, Quoka statt eBay, Symbian statt iOS. Würde das die NSA daran hindern, weiter das Internet auszuspionieren? Vermutlich nicht. Aber es könnte der erste Schritt sein zu einer europäischen Internet-Kultur, die sich an unseren Bedürfnissen orientiert – und an unserem Rechtsrahmen.

Diesen Beitrag habe ich in der Ausgabe 15/2013 der Fachzeitschrift INTERNET WORLD Business veröffentlicht

Montag, 21. Januar 2013

Red-Bullet.net - Das Blog zum Buch

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Unter www.red-bullet.net ist ab sofort das Blog zum Roman Red Bullet erreichbar. Dort werde ich Geschichten aufgreifen, die thematisch zum Buch passen. Aktuell online: Bilder von der Mondsonde Grail kurz vor ihrem Absturz. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Freitag, 2. November 2012

Von Telefonen und Halloween

Links im Bild ist ein Gerät zu sehen, welchem die zweifelhafte Ehre zukommt, eine der schlimmsten Sprachstreitigkeiten in Deutschland in den letzten 30 Jahren losgetreten zu haben. Es handelt sich um ein tragbares Mobiltelefon für das C-Netz, welches ab Ende der 1980er Jahre vom niederländischen Hersteller Philipps als Philipps Porty verkauft wurde. Der Name Porty verwies auf eine einzigartige Eigenschaft dieses Gerätes, denn es war portabel, also tragbar. Die Einführung von Telefonen, die man einfach so herumtragen und überall benutzen konnte, war damals eine unerhörte technische Sensation. Mobil telefonieren konnte man schon vorher, Funktelefone gab es bereits in den 60er Jahren. Nur waren diese so groß und schwer, dass sie leicht einen halben Pkw-Kofferraum füllten. Portabel waren sie beim besten Willen nicht.

Was hat das alles mit einem Sprachstreit zu tun? Nun, das Philipps Porty war damals weder das erste noch das einzige Mobiltelefon, das man an einem Griff tragen konnte. AEG hatte zum Beispiel ein Gerät namens Telecar im Programm, welches für den Einbau in Autos konzipiert war und ähnliche Abmessungen besaß. Wer ein Telecar zum Tragen haben wollte, nahm das AEG Teleport. Doch "Porty" war einfach griffiger als "Teleport". Recht bald entwickelte sich die Verkaufsbezeichnung Porty zu einem generischen Begriff für ein Funktelefon in Kofferformat mit separatem Hörer und Tragegriff - genau wie heute "Tempo" für ein Papiertaschentuch, "Pritt" für einen Klebestift und "Uhu" für einen flüssigen Alleskleber - obwohl auch Uhu Klebestifte herstellt.

Viel Zeit, sich in das Sprachgedächnis einer Nation einzuprägen, hatte der Begriff "Porty" jedoch nicht, denn während Deutschland noch darüber stritt, wer so wichtig war, dass er ein paar tausend Mark für ein Telefon zu zahlen bereit war, schritt die Technik unaufhaltsam fort. Schon bald beherrschten Mobiltelefone den Markt, die keinen separaten Hörer mehr brauchten, sondern selbst der Hörer waren. Diese Technik faszinierte die massen - und überforderte die eine oder andere Marketing-Abteilung. So vermarktete die frisch gegründete Deutsche Telekom eins der ersten dieser neuen, kompakten Telefone unter dem Namen "Pocky". Die Assoziation ist klar: Der Hauptunterschied des Pocky zu einem Porty war seine Größe - man konnte es buchstäblich in die Tasche stecken. Nur klingt "Pocky" halt wie "Pocken", ein Krankheitsbild, das im deutschen Sprachraum eher schlecht beleumundet ist.

Also ist jemand auf den lautmalerischen Begriff "Handy" für ein Funktelefon gekommen, das so klein ist, dass man es problemlos in der Hand halten kann. Ein sehr guter Begriff, der in anderen Ländern seine Entsprechung sucht. So ist die im angloamerikanischen Sprachraum weit verbreitete Bezeichnung Cell-Phone nur ein Hinweis auf die Mobilfunktechnik, ähnlich wie das Schweizerische Natel, welches auf das Mobilfunknetz Natel-D Bezug nimmt. Immerhin, in Italien hat sich für das Handy die Bezeichnung "Telefonino" eingebürgert, also "Telefonchen". Dieser schön klingende Begriff hat allerdings fünf Silben, "Handy" hat nur zwei. Das passt gut zu den Sprachen: Man lasse einen Italiener und einen Deutschen ein und denselben Sachverhalt in ihrer Muttersprache vermitteln - und stellt fest, dass der Italiener sich schöner anhört, aber länger braucht. Deutsch und Englisch gehören eben zu den eher kurzen Sprachen - Italienisch und Griechisch zu den längeren.

Allerdings hat es "Handy" als Wort in Deutschland schwer. Auch 20 Jahre nach seinem Auftauchen im hiesigen Sprachraum nehmen es selbst ernannte Sprachpfleger als Beleg für die angloamerikanische Verschmutzung unserer Muttersprache - ohne wirklich begründen zu können, wo eigentlich genau ihr Problem ist. Zu diesen Leuten gehört Walter Krämer, Vorsitzender des Vereines für deutsche Sprache. Krämer ist offensichtlich grundsätzlich gegen ausländische Einflüsse auf unsere Kultur - und wird dafür in meinen Augen viel zu selten öffentlich abgewatscht. Deshalb kann ich den Artikel meines Kollegen Stefan Niggemeier nur zum Lesen empfehlen, auch wenn es dort nicht primär um Handys geht, sondern um Halloween. 

Samstag, 13. Oktober 2012

Warum ich gegen den Nobelpreis für die EU bin

Das EU-Parlament in Strasbourg an einem Montag im Juli
In der Online-Ausgabe der "Zeit" erschien gerade dieser Artikel, in dem diejenigen kritisiert werden, die sich darüber belustigt oder erbost zeigen, dass das norwegische Nobelpreis-Komitee der Europäischen Union den Friedensnobelpreis 2012 zugesprochen hat. Auch ich finde diese Entscheidung falsch, dennoch fühle ich mich von dem Artikel zu Unrecht als Nörgler abgestempelt.
Was den Grad der grundsätzlichen Europa-Begeisterung angeht, so bin ich mit großer Sicherheit im oberen Drittel zu finden. Als jemand, der im Kalten Krieg seinen Wehrdienst abgeleistet und zur Zeiten der Mauer in Westberlin studiert hat, weiß ich sehr wohl, wie schrecklich es ist, wenn jenseits der (nahen) Grenze Staaten liegen, die einem feindlich gesonnen sind. Und noch heute fühle ich eine tiefe innere Befriedigung, wenn ich über eine Grenze fahre, an der man vor 20 Jahren noch seinen Pass vorzeigen musste - und je nach Laune des Grenzbeamten auch den Inhalt seines Kofferraums. Dasselbe gilt für den Euro: Er ist nicht nur ein enorm praktisches Zahlungsmittel, das übrigens gemessen am Dollar heute nicht schlechter dasteht als zu seiner Einführung. Er ist auch Ausdruck einer Gemeinschaft. Zum ersten Mal seit 60 Jahren ist Deutschland an all seinen Grenzen umgeben von Staaten, die ihm nicht feindlich gesonnen sind. Wer das nicht zu schätzen weiß, ist entweder dämlich oder hat einfach keine harten Zeiten erlebt.
Was mich stört, das ist die Anmaßung des kleinen Nobelpreis-Komitees aus dem kleinen Land Norwegen, einen gigantischen Staatenbund mit 500 Millionen Einwohnern für seine Friedensliebe auszuzeichnen - mit einem in diesem Maßstab albernen Preisgeld von weniger als einer Million Euro. Die Idee Alfred Nobels war es, nicht Organisationen, Länder oder gar Kontinente auszuzeichnen, sondern Einzelpersonen für ihr Lebenswerk zu würdigen. Das zeigte sich beim ersten Preisträger Henri (auch Henry geschrieben) Dunant. Er war der Initiator des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes. Nicht das IKRK bekam den Preis, sondern der Mensch Dunant - obwohl er allein natürlich nicht die ganze Arbeit geleistet hat. Mich hat auch schon die Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama gestört, denn seine persönliche Lebensleistung rechtertigt diese Auszeichnung nicht, und die juristische Person des Präsidenten der USA auszuzeichnen, das ist ebenso anmaßend wie jetzt die Verleiung an die EU.
Es gibt Menschen, die die Idee der Europäischen Union entscheidend vorangetrieben haben, mir fallen da als erstes der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jacques Delors und natürlich Helmut Kohl ein. Ich war und bin kein Parteigänger Kohls, und ich fand vieles, was er in seiner politischen Laufbahn gemacht hat, falsch. Aber wenn Kohl eins in seinem Leben auf die Reihe gekriegt hat, dann war das die Wiedervereinigung Deutschlands, eingebettet in einem gesamteuropäischen Kontext, der nicht nur Deutschland genützt hat, sondern der ganzen Welt. Und ohne Jacques Delors hätten wir heute nicht den EU-Binnenmarkt, uns allen ginge es mit großer Sicherheit wirtschaftlich schlechter - und ob der Frieden innerhalb Europas ohne das weit gespannte Netz der gegenseitigen wirtschaftlichen Interessen heute genauso sicher wäre, das ist eine Frage, die man durchaus einmal stellen sollte.
Wie fehlerhaft die Entscheidung Oslos war, den Nobelpreis nicht einem Menschen, sondern einem Apparat zu verleihen, zeigt sich bereits an einem Detail: Niemand weiß bisher, wer die Urkunde entgegennehmen soll. Die EU ist eben nicht ein Mensch, sondern eine Idee - wenn auch eine gute.

Donnerstag, 17. Mai 2012

R.I.P. Donna Summer (31. 12. 1948 - 17. 5. 2012)

Sie war die Disco-Queen der 70er und 80er Jahre, sie verhalf einem gewissen Hansjörg (Giorgio) Moroder zum absoluten Durchbruch - und sie irritierte später ihre (zahlreichen) Fans in der Gay Community durch überaus verquere Ansichten zu AIDS. Jetzt ist Donna Summer in Key West / Florida im Alter von 63 Jahren gestorben.

 

Man muss kein Disco-Fan sein, um mir zuzustimmen: Donna Summer war eine ganz Große.

Sonntag, 12. Februar 2012

R.I.P. Whitney Elizabeth Houston (9. August 1963 - 11. Februar 2012)

In meinen Ohren ist "I have nothing" von Whitney Houston schlicht die beste Ballade aller Zeiten.




Ihr Tod ist wirklich tragisch.

Freitag, 20. Januar 2012

Wofür das ZDF mein Geld rausschmeißt

Heute am Münchner Hauptbahnhof: Seit Tagen zeigen im gesamten Bahnhof die neuen, großen, beleuchteten Außen-Werbekästen von Ströer Out of Home Media neben der Werbung für den neuen, missratenen Media Markt Online Shop vor allem Werbung für eins: Für den aufwändig mit GEZ-Gebühren produzierten, allwöchentlichen "Fernsehfilm der Woche" des ZDF. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich bin ein großer Freund des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und zahle bereitwillig jeden Monat meine Gebühren. Wer wissen will, wie eine Fernsehlandschaft ohne starke, unabhängige, von der Öffentlichkeit finanzierte Radio- und Fernsehsender aussieht, der möge einfach einmal in die USA fahren und dort in einem Motel den Fernseher einschalten, dann weiß er, wovon ich spreche.
Ich bin auch keiner, der ARD und ZDF verbieten will, ihre von meinem Geld produzierten Inhalte via Internet, Handy oder Mediathek zweit- und drittzuverwerten. Selbst wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk damit den Privaten Konkurrenz macht - je nun, da müssen sie eben durch, hat sie ja keiner gezwungen, sich mit solchen Schandtaten wie "Bauer sucht Frau" oder "Messie-Alarm" auf den Markt zu wagen.
Was ich aber nicht verstehe - und was mich zunehmend ärgert - das sind die ausufernden Außenwerbekampagnen öffentlich-rechtlicher Fernsehsender für ihre Produktionen, die in der werbefreien Zeit laufen. Warum wirbt das ZDF für seine Abendunterhaltung, warum das - grundsätzlich werbefreie - Bayerische Fernsehen für seine Abendschau? Was konkret haben sie davon, mehr Zuschauer zu bekommen? Wo liegt der Return on Investment? Es ist ja nichts dagegen zu wissen, dass man seinen Zuschauern in Form von Programmvorschauen mitteilt, was auf sie zu kommt. Aber statt der großflächigen Werbe-Bebrüllung im öffentlichen Raum möchte ich mein Geld lieber in besserem Fernsehen angelegt wissen. Dann kommen die Zuschauer schon von ganz allein.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

R.I.P. Zdeněk Miler (21. 02. 1921 - 30. 11. 2011)



Der Schöpfer der tschechischen Kinderfilme um den kleinen Maulwurf ist gestern gestorben. Mehr über das Leben dieses wunderbaren Künstlers kann man hier erfahren.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

"Das ist ein absoluter Super-GAU"


Ich weiß nicht, wo der Glücksstadter Stadtrat John Witt am 10. November 1982 war -am Tag, als Leonid Iljitsch Breschnjew starb. Ich hatte an diesem Tag Wachdienst in der Freiherr-von-Boeselager-Kaserne in Munster in der Lüneburger Heide. Ich war Angehöriger der Bundeswehr, einer Armee von 495.000 Mann, die bis an die Zähne hochgerüstet darauf wartete, dass aus dem Kalten Krieg ein heißer wurde. Die meisten von uns gingen davon aus, dass wir einen solchen Krieg nicht gewinnen konnten - und überleben auch nicht.

Es ist anders gekommen. Ich kann es immer noch nicht fassen, was für ein Glück wir hatten.
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten ist Deutschland umgeben von Verbündeten, die nichts weniger wollen als gegen uns in den Krieg zu ziehen, was - ebenfalls zum ersten Mal seit Jahrhunderten - auf Gegenseitigkeit beruht. Es gibt Krisenherde, an denen die Bundeswehr im Einsatz ist. Dazu kann man stehen, wie man will, aber keiner dieser Krisenherde befindet sich in Deutschland, ja noch nicht einmal in der EU. Ob wir die Bundeswehr in Afghanistan brauchen, darüber mag man diskutieren. In Deutschland brauchen wir die Bundeswehr jedenfalls nicht mehr. Damals, vor fast 30 Jahren, haben wir Sicherheit produziert. Vermutlich hätte der Warschauer Pakt es ausgenutzt, wenn wir nicht solch große Anstrengungen in unsere Verteidigung gesteckt hätten - und vice versa. Doch was produziert heute ein Luftwaffenstützpunkt in Kaufbeuren? Oder - um auf Herrn Witt zurück zu kommen - eine Marineeinheit in Glücksstadt? Kosten, und sonst nichts.
Jetzt hat Verteidigungsminister Thomas de Maiziére seine Pläne für eine radikale Umgestaltung der Bundeswehr vorgestellt. 30 Standorte sollen geschlossen werden.
"Friedensdividende" haben wir nach der Wende so was genannt. "Das ist ein absoluter Super-GAU", sagt Herr Witt, Stadtrat von Glücksstadt, "ein Schlag für die ganze Region." Als ob es überraschend gekommen wäre, dass eine Nordsee mit lauter Verbündeten als Anrainerstaaten irgendwann keine Militärflotte mehr braucht - und auch kein Flottenkommando. Über 20 Jahre haben Truppenstandorte in Deutschland Zeit gehabt, sich darauf vorzubereiten, dass der kalte Krieg vorbei ist und die Folgen auch die Bundeswehr erreichen. Und jetzt jammern sie rum.


Montag, 30. Mai 2011

Achtung: Terror!

Mein geschätzter Kollege Richard Gutjahr hat einen Beitrag über die Aushöhlung der Bürgerrechte unter dem Deckmantel des Kampfes "gegen den Terror" und "gegen Kinderpornographie" geschrieben.

Meine Meinung: Jeder aufgeklärte Demokrat und Staatsbürger sollte diesen Beitrag lesen.

Und vielleicht erklären sich einmal die Grünen und die SPD in dieser Sache. Es gibt nämlich wahrlich noch andere wichtiger Themen auf der politischen Agenda als Fukushima.

Dienstag, 22. Februar 2011

Guttenberg ist untragbar

Man mag von der FAZ halten, was man will. Aber besser zusammengefasst als bei FAZ.net habe ich das Debakel um den Plagiator Guttenberg noch nirgends gelesen.


Der Mann ist untragbar. Er muss zurücktreten. Einen solchen Verteidigungsminister kann sich ein Land in unserer Situation nicht leisten.

Dienstag, 17. August 2010

Street View: Das wird lustig

Gerade eben hatte ich ein interessantes Gespräch mit A&O, der PR-Agentur von Google über das neue Online-Formular zum Widersprechen gegen eine Abbildung des eigenen Grundstücks auf Street View. Und ich glaube, da werden ein paar lustige juristische Auseinandersetzungen auf die Zunft zukommen.

Das Procedere ist so: Man widerspricht online unter Angabe seiner Postadresse. Man muss keinen "Titel" beifügen, dass man überhaupt zu einem solchen Widerspruch berechtigt ist. Daraufhin schickt Google eine Bestätigung per Post mit einem Bestätigungscode. Damit soll sichergestellt sein, dass derjenige den Widerspruch eingelegt hat, der da auch tatsächlich wohnt.

Sobald der Widerspruch bestätigt wurde, löscht Google die entsprechenden Bilddaten in den Rohdaten. Dieser Vorgang ist nicht rückgängig zu machen, es sei denn, durch erneute Aufnahmen mit einem Google-Auto.

Grundsätzlich gilt die Regel: Provatsphäre geht vor. Das bedeutet, wenn einer aus dem Haus widerspricht, wird das ganze Haus gelöscht, selbst wenn andere gern ihre Wohnung auf StreetView haben würden.

So weit die Fakten.

Jetzt kommen wir zu den Widersprüchlichkeiten: Was ist, wenn ich ein Gebäude besitze, dies nicht auf StreetView haben möchte, dort aber nicht postalisch erreichbar bin, weil ich dort nicht wohne? Was ist, wenn ein Mieter die Wohnung hat löschen lassen, und dann zieht er um? Was ist, wenn eine Wohnung verkauft wird?

Und vermutlich könnte man auch fremde Häuser löschen lassen: Bei der Post online einen Nachsendeantrag stellen, in dem man sich als Bewohner einer bestimmten Adresse ausgibt und sich die Post an eine andere Adresse zustellen lässt. Dann den Bestätigungsbrief abgreifen, Code bestätigen und schon sind die Rohdaten Geschichte. Wenn ich sehe, mit welch krimineller Energie sich zum Beispiel Spammer überall reindrängeln, bin ich mal gespannt, was übelmeinenden Gesellen zu StreetView einfällt. Der Wettbewerber hat ein Ladengeschäft? Raus damit!

So wie ich das verstanden habe, hat sich Google verpflichtet, nach der Löschung der beanstandeten Abbildungen aus den Rohdaten auch die Daten der Einspruchsgeber zu löschen. Wie will Google dann Upgrades fahren? Schließlich verändern sich ja Innenstädte schon einmal.

Montag, 16. August 2010

Motorradfahren ist gefährlich!

Wer Motorrad fährt, stellt mit Verwunderung fest: Für viele seiner Mitbürger ist er schon so gut wie tot. Offenbar wird das Gefahrenpotenzial auf einem motorisierten Zweirad irgendwo zwischen Basejumping und Russisch Roulette eingestuft. So sehr ich es zu schätzen weiß, wenn sich andere Leute meinen Kopf zerbrechen (obwohl ich selbst lieber einen Helm trage, um ebendies zu verhindern): Die Wirklichkeit sieht etwas anderes aus. Dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in München nicht ohne Risiken ist, weiß man nicht erst seit dem Fall Dominik Brunner. Aber die wirkliche Gefahr lauert am Bordstein. Laut einem Bericht in der "Süddeutschen Zeitung" wurden im Jahr 2007 in München 24 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet. Davon waren 16, also zwei Drittel, Fußgänger. Von diesen 16 Getöteten waren wiederum 12 Senioren im Rentenalter. Um in München im Straßenverkehr zu überleben, sollte man also besser nicht alt und nicht zu Fuß unterwegs sein. Die öffentlichen Verkehrsmittel sollte man meiden, denn nicht nur die Insassen sind brandgefährlich, sondern auch die Vehikel selbst (siehe Foto).


Also:


  1. Jung sein

  2. nicht zu Fuß unterwegs sein

  3. öffentliche Verkehrsmittel meiden



Da mir Punkt 1. mit zunehmendem Alter immer schlechter gelingt, arbeite ich an Punkt 2 und Punkt 3. Schließlich bin ich ja nicht lebensmüde.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Wer ist eigentlich dieser Joachim Gauck?

Ich kann mich an keinen Bundespräsidenten seit Karl Carstens erinnern, der bei seiner Wahl im Volk so umstritten war wie Christian Wulff. Bei Carstens lagen die Gründe auf der Hand: Er war Mitglied in der NSDAP gewesen, außerdem bei der SA - es erschien damals für Viele in Deutschland undenkbar, einem Menschen mit einer solchen Nazi-Karriere das höchste Staatsamt zu geben. Allerdings erfüllte Carstens mehrere Voraussetzungen, die Wulff nicht erfüllt: Carstens war am Ende seiner (partei-) politischen Karriere angekommen, außerdem hatte er als Bundestagspräsident seine Eignung für das Ausfüllen überparteilicher politischer Ämter bewiesen. 

Als Carstens schließlich im Amt war, erfüllte er die in ihn gesetzten Erwartungen im besten Sinne - indem er im Wesentlichen gar nichts tat. Er ist nicht für seine aufrüttelnden Reden bekannt geworden, wie etwa ein Richard von Weizsäcker oder ein Roman Herzog. Er ist in Erinnerung geblieben, weil er die Republik durchwandert hatte. Kein schlimmer Fauxpas ist bekannt geworden - aber auch kein politischer Impuls ist hängen geblieben. 

Auch von Wulff werden wir wahrscheinlich im besten Falle erwarten können, dass er keinen Ärger macht. Aber erwartet ernsthaft jemand, dass Wulff als Bundespräsident dieses Land nach vorne bringt? Er ist ja schon als Ministerpräsident kaum durch herausragende politische Ideen aufgefallen. Er hat einfach so lange kandidiert, bis sich die Niedersachsen an ihn gewöhnt hatten und die SPD schließlich keinen echten Widersacher mehr im Köcher hatte - dann ist er Ministerpräsident geworden. Mit gerade einmal 50 Jahren ist Wulff auch nicht am Ende seiner politischen Karriere. Selbst wenn - was die politischen Begleitumstände verhindern mögen - Wulff zwei Amtszeiten als Bundespräsident hinter sich bringt, ist er immer noch erst 60 Jahre alt, zu jung, um von der politischen Bühne abzutreten. Dazu ist Wulff ein aktiver Landespolitiker und CDU-Präsidiumsmitglied - Überparteilichkeit ist da kaum zu erwarten. Es keimt der unangenehme Verdacht auf, dass Angela Merkel ihrer Partei mit der Kandidatur Wulffs eine Machtbasis sichern will, solange sie noch die Macht dazu hat. So, Frau Merkel, ist dieses Amt aber eigentlich nicht gemeint.   

Das Volk hat sich eine klare Meinung zu Christian Wulff gebildet: Das Magazin "Stern" zitierte eine Meinungsumfrage des Forsa-Institutes, wonach 32 Prozent der Bundesbürger Christian Wulff zum Bundespräsidenten wählen würden - das ist etwa soviel, wie die CDU im Moment bei Wahlen erreichen kann. Joachim Gauck, der Kandidat, den SPD und Grüne ins Spiel gebracht haben, erfüllt alle Kriterien, die ein guter, ein richtungsweisender Bundespräsident erfüllen muss. Er ist (obwohl der CDU zugetan) überparteilich und muss sich politisch niemandem mehr beweisen. Er ist für jeden aufrechten Demokraten ohne Probleme wählbar - und dass die Linke ihn nicht unterstützt, fällt eher auf die Linke zurück als auf Gauck.

Angela Merkel muss sich ernsthaft fragen, was sie eigentlich geritten hat, einen Parteisoldaten für das Amt vorzuschlagen, wenn sie doch gestandene Persönlichkeiten wie Gauck hätte fragen können.

Ich würde mich freuen, wenn Joachim Gauck unser nächster Bundespräsident würde. Auch Tschechien hatte die Größe, einen Dissidenten zum Staatspräsidenten zu machen.

Um zu sehen, wie dieser Joachim Gauck tickt, hier eine Rede, die er aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls gehalten hat. Die Rede ist leider über eine Stunde lang, und die Synchronisation ist etwas aus dem Tritt. Dennoch: Man stelle sich mal vor, was Christian Wulff zu diesem Thema gesagt hätte. 


Dienstag, 2. Februar 2010

Stuttgart rund um die Uhr

Mal wieder ein Augenschmaus: Zwei Studenten der Hochschule der Medien haben diesen Film über 24 Stunden im Leben der Stadt Stuttgart gemacht. Die Besonderheit dabei: der Film wurde in der so genannten Stop-Motion-Technik mit einer digitalen Vollformat-Spiegelreflexkamera aufgenommen, also Bild für Bild in Zeitraffer

stuttgart24h from stuttgart24h on Vimeo.


Der besonderen Aufnahmetechnik ist auch die überragende Bildqualität zu verdanken. Sie kommt am besten auf einem großen Widescreen-Monitor mit entsprechender Auflösung zur Geltung. Die Musik zum Film hilft (ist aber in meinen Augen Geschmackssache). So habt Ihr Schtuagard noch nie gesehen;-)

Dienstag, 26. Januar 2010

"My English makes me nobody after"

Das war der Wahlspruch eines Klassenkameraden, der gemeinsam mit mir auf der Oberstufe war. Der Kollege hatte offensichtlich Schwierigkeiten mit der englischen Sprache.

Aber der ist dann auch nicht EU-Kommissar geworden.



(Ton zwingend erforderlich. Beißholz auch.)

Montag, 11. Januar 2010

Bye Bye, AOL Deutschland

Es war im Sommer 1995. Ich war als Redakteur bei der Consumer-Electronics-Zeitschrift HiFi Vision zuständig für Computer und Neue Medien. Wer damals online gehen wollte, hatte mehr oder weniger zwei (halbwegs bezahlbare) Optionen: CompuServe oder T-Online. Dann kam der Paukenschlag: America Online, der damals größte und modernste Onlinedienst der Welt, wollte sich mit Bertelsmann zusammentun, dem damals größten Medienhaus Europas - und die Konkurrenz wegfegen.

AOL sollte das neue Kind heißen - und ich gehörte zu dem kleinen Kreis der Privilegierten, die zum Beta-Test eingeladen wurden. Die Diskette, die man mir damals zuschickte, habe ich heute noch. Und als ich im Oktober 2009 Marianne Stroehmann traf, damals seit einem knappen Jahr Chefin der AOL-Werbetochter AOL Advertising, erzählte ich ihr davon. Eine solche Diskette, mutmaßte Stroehmann, sei heute bestimmt einiges wert.

Zwei Monate später - kurz vor Weihnachten, wurde Stroehmann Geschäftsführerin von AOL Deutschland. Ich schrieb ihr eine Glückwunsch-Mail und bat sie um ein Interview nach den Weihnachtsfeiertagen. Sie bedankte sich und sagte zu.

Heute morgen um zehn war unser Interview-Termin. Ich wartete vor meinem Computer auf den Anruf aus der AOL-Zentrale - er kam nicht. Am Nachmittag erreichte mich eine anonyme Mail: Bei AOL würden die Lichter ausgehen, ein Drittel der Gesamtbelegschaft müsse gehen, in Europa gar jeder Zweite. Ein Nachbohren beim Pressesprecher brachte die Gewissheit: AOL Deutschland wird dicht gemacht, alle Büros geschlossen, 140 Mitarbeiter gekündigt. 

So schade es ist, diesen großen Namen aus der deutschen Internet-Szene verschwinden zu sehen - es war vorhersehbar: Seit der DSL-Revolution von T-Online im Jahr 2000 war AOL auf dem absteigenden Ast. Das Konzept eines geschlossenen Portals hatte sich überlebt, damit auch das Alleinstellungesmerkmal von AOL. 2006 gab man das Zugangsgeschäft auf, noch ein Grund weniger für ehemalige AOL-Kunden, ausgerechnet die AOL-Seiten anzusurfen.

Dass Stroehmanns neuer Bürostuhl ein heißer sein würde, hatte ich geahnt. Innerhalb von nur zwei jahren war sie die dritte Deutschland-Statthalterin. Dass der Stuhl so heiß sein würde, wusste ich freilich nicht.

Meine AOL-Mailadresse habe ich noch. Mal sehen, wie lange sie noch funktionieren wird.