Dienstag, 14. Juli 2009

Update 2: Mobitel rettet den Tag

Es geht immer noch um das Thema "Mobil surfen im Ausland, ohne dabei zu verarmen". Zur Erinnerung: Ich sitze hier in Ost-Slowenien und habe mir für mein Notebook auf der Herfahrt in Österreich ein Yesss-Starterpaket gekauft, bestehend aus einem USB-UMTS-Modem von ZTT und einer SIM-Karte. Die hat zwar ein fettes Daten-Volumen drauf (2 GB), funktioniert aber nur in Felix Austria. Also musste eine slowenische SIM-Kart her, und zwar Prepaid, also ohne Vertrag. Nachdem ich mir mit der SIM-Karte von SiMobil ein böses Ei gelegt hatte (meine 15 Euro Gesprächsguthaben waren nach einer halben Stunde online flöten, weil die Wahnsinnigen über 5 Euro pro Megabyte berechnen), gelang mir jetzt der Erwerb einer Mobitel-SIM-Karte mit Prepaid-Abrechnung. Die Karte mit 5 Euro Gesprächsguthaben drauf kostet 17 Euro, weitere Guthabenbons gibt es in Tranchen zu 5 Euro. Nachdem ich die Karte in Ljubljana gekauft hatte, musste ich sie erst einmal ans Laufen bekommen - leichter gesagt als getan. Die gesamte Dokumentation der Karte ist auf slowenisch. Es gibt zwar auf Wunsch eine englische Broschüre, aber die enthält nur die AGB.
Nachdem ich den Chip in mein Handy geschoben und die PIN eingegeben hatte, der erste freudige Moment: Das Handy meldet ein HSDPA-Netz, also echtes DSL-Tempo. Danach der Dämpfer: Ich kann nicht telefonieren, keine SMS verschicken und mit dem Notebook surfen schon gar nicht. Den Trick verrät mir dann die freunldiche slowenische Empfangsdame im Hotel: Nach dem Einsetrzen des Chips ins Handy muss ich erst einmal die Nummer *123# wählen und anrufen, dann ist die Karte scharf, eine SMS kommt und bestätigt das Gesprächsguthaben von 5 Euro.
Danach gilt es, den Internet-Zugriff freizuschalten. Das geht, indem man eine SMS mit dem Text pp an den Empfänger 1918 schickt. Jetzt nur noch das UMTS-Modem für Mobitel einstellen (APN: internet Benutzer: mobitel Passwort: internet), dann kann man mit der Kombination am Pool surfen, und zwar mit bis zu 7,2 mbit/s im Download, also echt flott. Die Kosten für das Surfen halten sich auch noch im Rahmen: 54 ct. pro MB, also ein Zehntel des Wuchertarifs, den SiMobil aufruft. Umd: Im Gegensatz zu SiMobil bietet Mobitel ganz selbstverständlich HSDPA, Videotelefonie und andere Schmankerln, und das in erstaunlich guter Flächenabdeckung
Nachteile: Wenn man die Mobitel-Karte in einem UMTS-Modem betreibt, dann kann man das restliche Gesprächsguthaben nicht abrufen, dazu muss man die Karte immer in ein Telefon einsetzen und die *123# anrufen. Außerdem sollte man mit dem Aufladen des Gebührenkontos sparsam sein: Egal wieviel man auflädt (es gehen bis zu 500 Euro): Das Guthaben verfällt nach 90 Tagen. Zum Aufladen benötigt man ebenfalls ein Handy oder eine Internetverbindung - dann kann man mit gekauften Guthaben-Vouchers sogar fremde Karten aufladen. Und wer nicht so häufig in Slowenien ist, sollte sich bei jedem neuen Besuch nicht nur neue Guthaben-Vouchers kaufen, sondern auch gleich eine neue SIM-Karte, denn die wird 270 Tage nach dem letzten Aufladevorgang ungültig, die Nummer verfällt.
Ach, übrigens: Mobitel verkauft diese Karten nur in den firmeneigenen Mobicenters. Viele Läden, die Mobitel-Logos an der Tür haben, verkaufen wohl nur die Coupons zum Aufladen.

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